Was gefällt mir noch so?    

 

Musik: Pink Floyd, Santana,
  Stern Meißen, Engerling-Blues-Band
  Lift, Bayon
  Oldies der 60-er bis 70-er Jahre
  Folklore, z.B. Zupfgeigenhansel
  Klassik
Literatur: Klassische Dramen und Lyrik
  "Vermischungen" von Heinz Kahlau
  "Ehre der Arbeit" von Ferdinant Freiligrath
  "Hast" von Otto Reutter
  "O glücklich" von Hoffmann von Fallersleben
  Utopische u. historische Romane
Filme: "Curlie Sue - Ein Lockenkopf ..."
  "The Kid" von und mit Ch. Chaplin
  Sci-Fi Filme mit Niveau
  populärwissenschaftliche Filme
   

VERMISCHUNGEN (Heinz Kahlau)

Da sind sie aufeinander zu gekommen,
wie Meer und Himmel, die der Sturmwind jagt.
In ihrer Brandung sind sie hingeschwommen
und haben nicht nach Ort und Zeit gefragt.

Sie waren ganz in ihrem Kuß vergangen,
so, daß der eine auch der andere war.
Sie war in ihm und er in ihr gefangen.
Sie wurden eine Haut, ein Herz, ein Haar.

Dort, wo sich Meer und Himmel immer finden,
ist die Vermischung laut und voll Gewalt.
Doch in den höchsten Höhen, tiefsten Gründen,
sind Meer und Himmel weiter still und kalt.

EHRE DER ARBEIT (Ferdinand Freiligrath)

Wer den wucht'gen Hammer schwingt,
wer im Felde mäht die Ähren,
wer ins Mark der Erde dringt,
Weib und Kinder zu ernähren.
Wer stroman den Nachen zieht,
wer bei Woll und Werg und Flachse
hinterm Webestuhl sich müht,
daß sein blonder Junge wachse:
Jedem Ehre, jedem Preis!
Ehre jede Hand voll Schwielen!
Ehre jeden Tropfen Schweiß,
der in Hütten fällt und Mühlen!
Ehre jeder nassen Stirn
hinterm Pfluge! - Doch auch dessen,
der mit Schädel und mit Hirn
hungernd pflügt, sei nicht vergessen!

HAST (Otto Reutter)

Ach, was sind wir dumme Leute -
Wir genießen nie das Heute.
Unser ganzes Menschenleben
Ist ein Hasten, ist ein Streben,
Ist ein Bangen, ist ein Sorgen -
Heute denkt man schon an morgen,
Morgen an die spät're Zeit -
Und kein Mensch genießt das Heut' -
Auf des Lebens Stufenleiter
Eilt man weiter, immer weiter.

Nutz den Frühling deines Lebens
Leb im Sommer nicht vergebens
Denn gar bald stehst du im Herbste
Bis der Winter naht, dann sterbste.
Und die Welt geht trotzdem heiter
Immer weiter, immer weiter ...

O glücklich (Hoffmann von Fallersleben)

O glücklich, wer ein Herz gefunden,
das nur in Liebe denkt und sinnt
und, mit der Liebe treu verbunden,
sein schöneres Leben erst beginnt.
Wo liebend sich zwei Herzen einen,
nur eins zu sein in Freud und Leid,
da muß des Himmels Sonne scheinen
und heiter lächeln jede Zeit.